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Ausstellung und Filmprogramm: Shame - European Stories MEINE TÄTER, DIE PRIESTER

Wann:
15.03.2023

Bis:
15.03.2023

Veranstalter:
Filmhaus Köln

Ort:
Köln

Von Italien bis Schweden, von Rumänien bis Portugal: In den vergangenen Monaten wurden europaweit Porträts von fast 100 Betroffenen sexualisierter Gewalt in der Kindheit gesammelt. Noch nie wurde die Dimension des Themas auf diese Weise erfasst.
Fotos und Videos des preisgekrönten Journalisten Simone Padovani portraitieren die Überlebenden und ihren Kampf für die Gerechtigkeit.
Die Ausstellung ist eine Wanderausstellung, die in mehreren Ländern Europas zu sehen ist.
Sie findet unter der Schirmherrschaft des Europarates statt.
Schirmherr der Ausstellung in Köln wird Jochen Ott, MdL, SPD, sein.

11.03.2023 - 17.03.2023
werktags von 12-18 Uhr
sonntags von 14-18 Uhr

Begleitprogramm:
Filmscreening “Meine Täter, die Priester” (Regie: Eva Müller), 15.03.2023, 19 Uhr | zu Gast: Eva Müller und Matthias Katsch (Eckiger Tisch e.V.)

Allzu lange ist in der Kirche Missbrauch geleugnet, weggeschaut und vertuscht worden. Die Opfer haben Anspruch auf Gerechtigkeit.“ - Es ist erst vier Wochen her, dass Kardinal Reinhard Marx, der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz, diese Sätze gesagt und alle Opfer von Missbrauch durch katholische Amtsträger in Deutschland um Entschuldigung gebeten hat.

Dass der Umgang der Kirche mit Missbrauch auch aktuell noch problematisch ist, zeigt nun einer der prominentesten Opfervertreter in Deutschland - Matthias Katsch - in einer exklusiven ARD/WDR Recherche auf. Der ehemalige Canisius-Schüler und Sprecher der Betroffeneninitiative „Eckiger Tisch“ hat 2010 den Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche in Deutschland ausgelöst. Über 30 Jahre blieben die Verbrechen seiner Täter, der Jesuitenpriester Peter R. und Wolfgang S. im Verborgenen. Erst 2010 werden ihre Taten am Canisius-Kolleg durch Matthias Katsch und seine Mitschüler öffentlich. Und dann? Nur so viel ist bislang bekannt: Beide Täter wurden nach 2010 in Chile gesehen.

Weil die Aufklärung nicht voran geht, hat Matthias Katsch die Dinge nun selbst in die Hand genommen. Er ist nach Chile gereist und hat dort nach den Spuren seiner Täter und weiteren Opfern gesucht - und sie gefunden. Story-Autorin Eva Müller hat ihn dabei mit der Kamera begleitet. Die Recherche zeigt: Der zweite Haupttäter am Canisius-Kolleg, Wolfgang S., wohnt bis heute in Chile und hat dort einen Sportverein für Jugendliche gegründet. Er hat seinem ehemaligen Kollegen Peter R. von dort aus Jugendliche zum „Stipendium“ nach Deutschland vermittelt. Während dieser Aufenthalte werden die Jugendlichen von Peter R. missbraucht.

Eine Rolle spielt auch das größte Sozialwerk Südamerikas: Christo Vive. Auch von hier aus brachen Jugendliche zu Priester Peter R. nach Deutschland auf, um bis zu einem Jahr bei ihm zu leben. Die Betroffenen sprechen in der ARD zum ersten Mal über ihren Missbrauch durch Peter R. in Hildesheim, Berlin und Hannover.

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