09.12.25
Dfi-Symposium WORK IN PROGRESS am 15.+16.1.26
dfi-Symposium WORK IN PROGRESS. Repräsentationen von Arbeit im Dokumentarfilm
am 15. und 16. Januar im Filmhaus Köln
Arbeit strukturiert unser Leben: Sie prägt Körper, Routinen und Beziehungen, formt soziale Verhältnisse und hinterlässt Spuren in Räumen und Materialien. Zugleich bleibt vieles von ihr unsichtbar – ausgelagert, verlagert, verdrängt: in Produktionsstätten, privaten Haushalten und digitalen Oberflächen. Der Dokumentarfilm bewegt sich in diesem Feld nicht bloß als abbildendes Medium, sondern als ästhetisch-analytische Praxis, die Arbeitsverhältnisse sinnlich wie gedanklich erschließt, ihre Bilder und Narrative formt, Wirklichkeit mitgestaltet. Zugleich ist sie selbst Arbeit: verwoben mit den sozialen und materiellen Strukturen, die ihre ästhetischen Formen ermöglichen und begrenzen.
Das zweitägige Symposium WORK IN PROGRESS – REPRÄSENTATIONEN VON ARBEIT IM DOKUMENTARFILM (15./16. Januar 2026, Filmhaus Köln) widmet sich dieser doppelten Bewegung. In gemeinsamen Sichtungen, Werkstattgesprächen, Vorträgen und offenen Diskussionsformaten wird untersucht, wie dokumentarische Bilder Arbeit zeigen, historisieren, reflektieren und strukturieren — und unter welchen ökonomischen Bedingungen sie selbst hervorgebracht werden.
WORK IN PROGRESS adressiert Filmschaffende und -theoretiker:innen, Kurator:innen, Studierende, Produzent:innen, Sozialwissenschaftler:innen, Journalist:innen und die am Dokumentarfilm interessierte Öffentlichkeit. Das Symposium versteht sich als dialogischer Raum, in dem der Wandel von Arbeit und der Wandel dokumentarischer Formen zusammengedacht werden: Wie erscheinen Arbeitswelten im Bild? Welche Geschichten lassen sich (nicht mehr) erzählen? Und welche politischen Forderungen ergeben sich, wenn wir die von ihnen eröffneten Perspektiven und Realitäten weiterdenken und den Dokumentarfilm zugleich als ästhetische Praxis, als Arbeitsfeld und als gesellschaftliche Ressource begreifen?
ALEJANDRO BACHMANN (Professor für Filmgeschichte und Filmtheorie/Kunsthochschule für Medien Köln), Mirjam Baumert (freie Film- und Kulturvermittlerin), SERAP BERRAKKARASU (Filmemacherin, Produzentin und Migrationssoziologin), CHRISTOPH A. BÜTTNER (Film- und Medienwissenschaftler/Universität Bayreuth), NICOLAS GOURAULT (Künstler und Filmemacher), FELICE KAUFMANN (Studierende/KHM), MICHELLE KOCH (dfi-Leitung), STEFAN KOUTZEV (Filmemacher und Studierender/KHM), ALEXANDRA MANSKE, Soziologin, Professur i.V./Universität Duisburg-Essen), HENRIKE MEYER (Filmemacherin), KIM MÜNSTER (Regisseurin und Produzentin/Treibsand Film), LARA NEUHAUS (Studierende der Medienwissenschaft/Universität zu Köln), VOLKER PANTENBURG (Professor für Filmwissenschaft/Universität Zürich), KATHARINA PETHKE (Filmemacherin), SIMON QUACK (Dokumentarfilmer, Editor und Kameramann), BERND SCHOCH (Dokumentarfilmer), HEIDE SCHLÜPMANN (Philosophin und emerit. Professorin für Filmwissenschaft/Goethe-Universität Frankfurt/M), EKATERINA THOR (Tänzerin und Kulturanthropologin), VALENTIN THURN (Produzent und Regisseur/ThurnFilm), SERPIL TURHAN (Regisseurin und Autorin), KAI VON WESTERMAN (Kameramann)