06.01.26
Online Seminar: Arbeiten mit Archivmaterial 8.+9.1.
Online-Casestudy und Workshop: Arbeiten mit Archivmaterial
Dokumentarisches Arbeiten mit Archivmaterial ist einerseits Standard, weil die „archive-driven stories“ nach wie vor gefragt sind. Aber andererseits Premium, was die Herausforderungen anbelangt, im Bezug auf Rechteklärung, Lizenzierung und der Einordnung der Quellenlage. Wer von Anfang plant, mit Archivmaterial zu arbeiten, muss sich mit anderen Produktionsbedingungen auseinandersetzen und das am Besten bereits in der Entwicklung.
Wie gestaltet man den Workflow richtig? Wo findet man die Stoffe, und was gilt es zu bedenken und zu beachten?
Sowohl die Erschliessung von neuen Stoffen, wie auch die Planung der Recherche, aber auch das künstlerische Arbeiten in ökonomischen Rahmen - all das wird in dem zweitätigen Seminar auf die aktuellen Projekte, wie auch Fragen der Teilnehmer:innen hin, gemeinsam bearbeitet. Dabei werden alle relevanten Fragen rund um die Archivrecherche, wie Organisation, Dokumentation und Rechteklärung, als auch die Kosten und Lizenzierung behandelt.
Das Seminar richtet sich nicht nur an Filmschaffende aus den Bereichen Drehbuch, Regie, Schnitt oder Produktion, sondern insbesondere auch an diejenigen aus der Postproduktion:
"Ich freue mich auch über Teilnehmer:innen aus Institutionen, Behörden oder Firmen, die mit dem Thema Archivmaterial in Berührung kommen. Im Fokus stehen Beispiele aus meiner beruflichen Praxis, die im Hinblick auf die Interessen der Teilnehmer:innen jeweils vertieft werden. Anhand von Fallbeispielen meiner Arbeit mit Archivmaterial in Dokumentarfilmen für Kino, TV-Dokumentation und Streaming-Produktionen zeige ich exemplarisch die Arbeitsweise und Methoden. Nach der Mittagspause haben die Teilnehmer:innen die Möglichkeit ihre eigenen Projekte vorzustellen und an zielorientierten Lösungswegen gemeinsam zu arbeiten." (Monika Preischl, Dozentin)
Dozentin
Monika Preischl ist seit über 20 Jahren im Bereich der Archivrecherche und als Archive Producer tätig. Sie hat an über 50 zahlreich preisgekrönten dokumentarischen und fiktionalen Filmproduktionen weltweit bisher mitgewirkt. Sie unterrichtet als Freie Dozentin an verschiedenen Filmuniversitäten und Fernsehakademien und gibt seit vielen Jahren Seminare und Workshops zum Arbeiten mit Archivmaterial. 2019 und 2023 wurde sie mit dem International Focal Award ausgezeichnet. Sie entwickelte zusammen mit Nadja Tennstedt die ersten Archive Markets in Deutschland. Zuletzt fand dieser Ende Oktober 2025 während DOK Leipzig bei DOK Industry statt. Im August 2024 konnte sie mit der Produktion „Riefenstahl“, Regie Andres Veiel in Venedig Weltpremiere feiern und mit dem Kinodokumentarfilm „A Six Billion Dollar Man“, Regie Eugene Jarecki, in Cannes 2025. Sie ist Gründerin und Mitglied des 2022 gegründeten Berufsverbands „German Researchers und Archive Producers e.V.“ (GRAP). Als freiberuflich tätige „Bildfinderin“ arbeitet und lebt sie in Berlin.
Tag 1, Donnertag, 08.01.26 von 9.30 – 16.30 Uhr
Tag 2, Freitag, 09.01.26 von 9.30 – 16.30 Uhr
Mit Kaffeepausen und Mittagspausen jeweils von 13.00 bis 14.00 Uhr
Der Link zur Teilnahme wird kurz vor Beginn des Seminars per Mail zugeschickt.