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11.03.26

2025: Faire Arbeitsbedingungen schaffen

Anstelle eines zentralen Thementags fanden 2025 mehrere Veranstaltungen im Rahmen des Filmfestivals Münster und der Duisburger Filmwoche statt:

2 Branchentage im Rahmen des Filmfestivals Münster in Kooperation mit dem Filmbüro NW

Mit zwei Pitching Sessions und Case Studies begann der erste Branchentag am 26.09. im SpeCops: Fünf Teilnehmende der Drehbuchklasse 2025 präsentierten Branchenvertreter:innen, Filmschaffenden und Filminteressierten ihre Stoffe, Mustafa Khalaf (Der goldene Ahmad) sowie Tobias Grimstein & Jasper Rott (Leech) stellten den Stand ihrer durch das Kulturamt Münster geförderten Projekte vor. Im Production Pitch traten sechs Filmschaffende mit ihren Filmideen im Wettbewerb um die Empfehlung der Fachjury an, um den Produktionskostenzuschuss des Kulturamts Münster für das Jahr 2026 zu erhalten.

Im Rahmen des zweiten Branchentags am 27.09. traf sich die Branche im Schlosstheater: Spannende und intensive Diskussionen mit reger Publikumsbeteiligung gab es beim Panel „Filmnachwuchs im Finanzierungsdilemma – Wege aus der prekären Förderung" mit Mariana Schneider (Hessen Film & Medien), Jennifer Stahl (Produktionsallianz Campus), Katharina Huber (Ackerfilm), Jacqueline Jansen (Filmweh), moderiert von Paula Essam.
Im Anschluss folgte die Masterclass mit Mehmet Akif Büyükatalay und Claus-Herzog Reichel (beide Filmfaust) zu ihrem aktuellen Film "Hysteria"

Die Veranstaltungen wurden gefördert durch das MKW, mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Westfalen Initiative.

"Zusammenhalten statt stillhalten- über ein Unbehagen im Kulturbetrieb" -ein Panel im Rahmen der Duisburger Filmwoche in Kooperation mit der dfi - Dokumentarfilminitiative im Filmbüro NW

Kuratorische Arbeit ist kein Hobby, und von kulturellem Kapital lässt sich keine Miete zahlen. Menschen, die Programme recherchieren und zusammenstellen, die Filme auswählen, werten und vermitteln, schaffen die Bedingung für Filmkultur: Sie sorgen dafür, dass Filme ihr Publikum finden. Ihre Arbeit und Expertise prägen das Profil von Festivals und Kinos, sie werden aber oft schlecht (oder gar nicht) bezahlt. Warum ist das so? Was muss geschehen, um das zu ändern? Sven von Reden spricht mit Johannes Franzen, Jenny Krüger und Katharina Schröder über Erfahrungen und Gründe, Solidarität und Perspektiven.

Protokoll der Veranstaltung (Maxi Braun):
'„Wir müssen über Geld sprechen“ – so hatte die Filmwoche die Diskussionsveranstaltung am Freitagmorgen im Vorfeld angekündigt und in Kooperation mit der dfi – Dokumentarfilminitiative im Filmbüro NW und dem Netzwerk Filmkultur organisiert. Alexander Scholz erklärt vorab, warum es diesmal vor allem um die Arbeitsbedingungen (freier) Filmkurator:innen gehen wird. Filmwoche und Kooperationspartner seien sich bewusst, dass dies nur ein Ausschnitt aus der Festivalarbeit sei, das Kuratieren aber oft in andere Bereiche überginge. Ein weiterer Faktor seien die ab 1.1.2026 für NRW geltenden Honoraruntergrenzen für Künstler:innen als Fördervoraussetzung beim Land NRW, die zwar einen Fortschritt darstellen, für Kurator:innen aber nur bedingt gelten. Michelle Koch (dfi) schließt sich an und erläutert die empirische Grundlage der Diskussion, für die 68 zumeist freie Filmkurator:innen, mehrheitlich aus NRW, im Vorfeld an einer Umfrage zu ihren Honoraren und Arbeitsbedingungen anonym Auskunft erteilt hätten. (...)'

Link zum vollständigen Protokoll von Maxi Braun

(Oben: Filmfestival Münster, vlnr- Katharina Huber, Mehmet Akif Büyükatalay, Sonja Hofmann/Filmbüro NW, Steffi Köhler/Filmwerkstatt Münster, Paula Essam, Anna Schlottbohm/Filmwerkstatt Münster und Claus Herzog-Reichel. Copyright: Filmfestival Münster / Barbara Thiem.
Unten: Duisburger Filmwoche, vlnr- Sven von Reden, Katharina Schröder, Johannes Franzen und Jenny Krüger. Copyright: Simon Bierwald.)

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